Der Dienstherr übernimmt 50 bis 80 % deiner Krankheitskosten. Den Rest zahlt die private Krankenversicherung — wenn du den passenden Tarif wählst. Wir vergleichen alle beihilfekonformen Anbieter unabhängig und ohne Provisionsdruck.
Die Beihilfe des Dienstherrn deckt einen festen Prozentsatz deiner Krankheitskosten ab. Den Rest musst du privat versichern. Diese Quoten gelten für Bundesbeamte, ähnliche Werte findest du in den meisten Bundesländern.
Bundesland-Unterschiede: In Bayern, NRW und Baden-Württemberg gelten teilweise abweichende Quoten. Manche Bundesländer bieten für die pauschale Beihilfe 50 % pauschal an. Details klären wir individuell im Erstgespräch.
Für Beamten-Anwärter, Referendare und Anwärter im mittleren, gehobenen und höheren Dienst gibt es bei nahezu allen PKV-Anbietern besondere Sondertarife — mit vollem Leistungsumfang zu extrem niedrigen Beiträgen.
Robin steht am Anfang seiner juristischen Karriere. Als Referendar bekommt er eine reduzierte Anwärterbezahlung von rund 1.400 € netto pro Monat. Beihilfeanspruch: 50 %.
PKV-Anwärtertarif: Beitrag 89 € / Monat für Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, ambulante Vollversicherung inkl. Zahnleistungen.
Nach dem zweiten Staatsexamen wechselt Robin nahtlos in den regulären Beamtentarif desselben Versicherers — ohne neue Gesundheitsprüfung. Seine bereits gebildeten Altersrückstellungen bleiben erhalten. Bei einem Wechsel in die freiwillige GKV wären es zum Vergleich rund 235 € pro Monat gewesen — bei deutlich schwächeren Leistungen.
Deckt genau den Prozentsatz ab, den die Beihilfe nicht übernimmt — bei einem 70-%-Beihilfeberechtigten also 30 %. Wichtig: keine Leistungsgrenzen für Heilpraktiker, Vorsorge und Psychotherapie.
Einbettzimmer oder Zweibettzimmer plus Chefarzt — hier lohnt sich Premium fast immer. Krankenhausaufenthalte sind selten aber teuer. Ein guter Tarif rechnet sich beim ersten OP-Aufenthalt.
Beihilfe zahlt bei Zahnersatz meist nur 60-70 %. Ein guter PKV-Zahnbaustein hebt das auf 90-100 % — inklusive Kieferorthopädie für Kinder und Implantate für Erwachsene ohne Summenbegrenzung.
Optionaler Zusatz-Baustein, der die Beitragserhöhung im Ruhestand abfedert. Kostet in jungen Jahren ~ 10-30 € pro Monat und senkt später den Rentenbeitrag um 50-150 € — für die meisten Beamten sinnvoll.
Beamte haben die Wahl — sind aber weder Pflichtmitglied der GKV noch der PKV. Diese Tabelle zeigt, warum sich fast alle für die private Variante entscheiden.
| Kriterium | Freiwillig gesetzlich (GKV) | Privat mit Restkostentarif (PKV) |
|---|---|---|
| Beihilfe wird berücksichtigt | nein — voller GKV-Beitrag | ja — nur Restkosten |
| Beitrag Anwärter (Beispiel) | ~ 235 € / Monat | ~ 90 € / Monat |
| Beitrag Vollbeamter A13, verheiratet | ~ 950 € / Monat | ~ 280 € / Monat |
| Beitrag Pensionär | ~ 610 € / Monat | ~ 350 € / Monat |
| Leistungen | Regelversorgung | Chefarzt, Einbettzimmer, Auslandsschutz |
| Familienversicherung Ehepartner | ja, wenn nicht berufstätig | eigener Vertrag nötig |
| Kinder bei Beamten | über GKV kostenfrei mit | eigener Vertrag (~ 60 € / Kind) |
Ausnahme: Wenn du drei oder mehr Kinder und einen nicht-berufstätigen Ehepartner hast, kann die freiwillige GKV rechnerisch günstiger werden. Auch bei schweren chronischen Vorerkrankungen ist sie manchmal die einzige Option. Beides klären wir im Erstgespräch.
Wir arbeiten unabhängig — heißt: keine Provisionspräferenz, kein Anbieter-Bias. Hier ein ehrlicher Überblick über die für Beamte relevanten Versicherer.
Der Marktführer bei Beamten mit über 2 Mio. Mitgliedern. Sehr stabile Beitragsentwicklung, konservative Kalkulation, exzellenter Service. Nachteil: teils weniger Premium-Leistungen als moderne Konkurrenten.
Große Auswahl an Beamten-Tarifen mit Fokus auf umfangreiche Leistungen. Guter Zahn-Baustein, Auslandsschutz stark. Beiträge im mittleren Segment.
Niedrige Einstiegsbeiträge und schlanke Prozesse. Passt gut für sparfokussierte Beamte. In den Premium-Bausteinen etwas schwächer als AXA oder Debeka.
DBV = Deutsche Beamtenversicherung, spezialisiert auf öffentlichen Dienst. Sehr flexible Tarifgestaltung. Barmenia mit modernen App-Prozessen und starkem Zahnbereich.
Der §204 des Versicherungsvertragsgesetzes ist einer der stärksten — und am wenigsten genutzten — Hebel in der PKV. Er gibt dir das Recht, innerhalb desselben Versicherers in einen anderen Tarif zu wechseln: ohne neue Gesundheitsprüfung, unter Mitnahme deiner Altersrückstellungen, ohne Vertragsbindung.
Für Beamte ist das besonders relevant, weil die meisten Alt-Verträge aus den 90er- oder 2000er-Jahren heute deutlich teurer sind als vergleichbare aktuelle Tarife. Ein Wechsel innerhalb der Debeka, AXA oder Barmenia von einem alten Premium-Tarif in einen modernen Beihilfe-Ergänzungstarif spart häufig 100 bis 250 € pro Monat — bei identischen oder besseren Leistungen.
Der Haken: Die Versicherer weisen nicht aktiv auf diese Möglichkeit hin. Wir prüfen bei jeder Erstberatung, ob ein §204-Wechsel Sinn macht — und begleiten dich formal durch den Antrag.
Nein — aber wirtschaftlich lohnt es sich fast immer. Der Dienstherr zahlt über die Beihilfe 50 bis 80 % der Krankheitskosten, die restlichen 20 bis 50 % versichert der Beamte privat über einen Restkostentarif. Freiwillig gesetzlich bleiben Beamte fast nur, wenn schwere Vorerkrankungen die PKV-Aufnahme verhindern oder mehrere kranke Angehörige mitversichert werden müssen.
Ein Restkostentarif, der genau die Prozente ergänzt, die die Beihilfe nicht übernimmt — meist 30, 50 oder 70 Prozent. So entsteht in Summe eine Vollversicherung. Beihilfekonform heißt: der Tarif ist speziell auf die Beihilfeverordnung des Bundes oder deines Bundeslandes abgestimmt und hat keine Deckungslücken.
Die meisten PKV-Anbieter räumen Beamten-Anwärtern einen Sondertarif ein: geringe Beiträge (oft unter 100 € pro Monat), volle Leistungen, verlängerte Wartezeiten. Der Grund ist strategisch — die Versicherer wollen dich langfristig als Kunden binden. Wichtig: der Wechsel in den regulären Tarif nach der Verbeamtung ist ohne neue Gesundheitsprüfung möglich.
Die Beihilfe richtet sich nach dem jeweiligen Bundesland — die Prozentsätze und Leistungsumfänge unterscheiden sich teils erheblich. Dein PKV-Restkostentarif muss dann angepasst werden. Das geht bei den meisten Anbietern über den §204 VVG kostenfrei ohne neue Gesundheitsprüfung.
Der §204 Versicherungsvertragsgesetz gibt dir das Recht, innerhalb desselben Versicherers in einen anderen Tarif zu wechseln — ohne neue Gesundheitsprüfung und unter Mitnahme deiner Altersrückstellungen. Für Beamte ist das der wichtigste Hebel, um im Alter Beiträge zu senken.
Beamte profitieren doppelt: die Beihilfe bleibt auch im Ruhestand bestehen (meist 70 %), und Altersrückstellungen werden über die aktive Zeit angesammelt. Realistisch liegt der PKV-Beitrag im Ruhestand zwischen 250 und 500 € pro Monat — deutlich weniger als in der GKV mit einkommensabhängigen Beiträgen auf Pensionen.
Es gibt keinen pauschal besten. Debeka: größter Bestand, stabilste Beiträge. DBV: flexibelste Tarife. HUK-Coburg: niedrigste Einstiegsbeiträge. AXA: stärkste Premium-Leistungen. Welcher passt, hängt von Bundesland, Alter, Vorerkrankungen und Familiensituation ab. Wir vergleichen alle relevanten Anbieter transparent.
Wir haben in den letzten Jahren über 400 Beamte beim PKV-Ein- oder Umstieg begleitet. Der Vergleich mit dem passenden Anbieter dauert 45 Minuten, ist kostenlos und komplett unverbindlich — kein Vertrag im ersten Termin, keine Verkaufsshow.
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