Vorsorge-Vergleich

Betriebliche Altersvorsorge:
Der Hebel
vom Arbeitgeber richtig nutzen.

Die bAV ist eines der mächtigsten Vorsorge-Instrumente — wenn der Arbeitgeber-Zuschuss stimmt und du den richtigen Durchführungsweg wählst. Wir vergleichen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds für deine konkrete Situation.

15%
gesetzlich verpflichteter Arbeitgeberzuschuss
~ 2.000 €+
typischer Steuer- & SV-Vorteil p. a.
Erstgespräch
Realitäts-Check

Drei bAV-Fehler,
die Arbeitnehmer jährlich Geld kosten.

Die meisten bAV-Verträge werden vom Personalbüro „mitgemacht" — ohne dass jemand prüft, ob Tarif, Anbieter und Konditionen passen. Diese drei Fehler tauchen immer wieder auf.

01

„Ich nehme die bAV, die das Personalbüro vorschlägt."

Viele Standard-bAVs haben hohe Kosten (Abschlusskosten, Verwaltung) und schwache Anlagestrategien. Der Arbeitgeber wählt oft nach Vertragspartner-Beziehung, nicht nach optimaler Rendite. Eine eigene Prüfung lohnt sich fast immer.

02

„Mein Arbeitgeber zahlt sowieso nichts dazu — also lohnt sich's nicht."

Seit 2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, mindestens 15 % Zuschuss auf Entgeltumwandlung zu zahlen — sofern dabei Sozialversicherungsbeiträge gespart werden. Wer immer noch nichts bekommt, hat oft einen falschen Tarif oder das HR-Büro hat nicht aktualisiert.

03

„Krankenkassenbeiträge in der Auszahlung machen bAV unattraktiv."

Korrekt: bAV-Auszahlungen unterliegen seit 2020 nur dem halben KV-Beitrag, mit Freibetrag von 169 €/Monat (2026). Bei Arbeitgeberzuschuss von 15 %+ und Steuersatz-Differenz Aktiv/Ruhestand bleibt bAV trotzdem in fast allen Fällen rechnerisch vorteilhaft.

Die 5 Durchführungswege

Welcher bAV-Weg
für dich passt.

Es gibt fünf Wege betriebliche Altersvorsorge zu organisieren — jeder mit eigenen Vor- und Nachteilen.

1

Direktversicherung: Der häufigste Weg. Versicherung läuft im Namen des Arbeitnehmers — bei Jobwechsel mitnehmbar. Sicher, aber meist Garantie-orientiert (niedrigere Rendite).

2

Pensionskasse: Ähnlich Direktversicherung, oft mit besseren Konditionen wenn der Arbeitgeber Tarifpartner ist. Branchen-spezifisch (z. B. Chemieindustrie).

3

Pensionsfonds: Mehr Aktienanteil möglich, höhere Rendite­chancen, dafür mit Schwankungs­risiko. Sinnvoll bei langer Laufzeit und Risiko­bereitschaft.

4

Unterstützungskasse: Komplexer Weg, vor allem bei Führungskräften und hohen Beiträgen. Kein Beitragsdeckel — relevant ab ~ 600 €/Monat aufwärts.

5

Direktzusage / Pensionszusage: Vor allem für GmbH-GFs und Spitzenkräfte. Komplexes Konstrukt mit versicherungsmathe­matischem Gutachten — aber maximale Steuer-Wirkung.

+

Faustregel: Für 90 % der Arbeitnehmer ist Direktversicherung mit gutem Anbieter und Pensionsfonds-Komponente die richtige Wahl.

Konkret durchgerechnet

bAV für einen
35-jährigen Angestellten.

Echte Beispielrechnung: Angestellter mit gutem Einkommen, 30 Jahre Ansparzeit, Arbeitgeber zahlt 20 % Zuschuss.

F
Felix, 35 Jahre
Senior-Entwickler in einer GmbH · ~ 6.500 € brutto/Monat · Grenzsteuersatz: 42 %
  • Entgeltumwandlung Felix 300 €/Monat (3.600 €/Jahr)
  • Arbeitgeberzuschuss (20 %) + 60 €/Monat (720 €/Jahr)
  • Gesamtbeitrag in bAV 360 €/Monat
  • Steuer-Ersparnis (42 % Grenzsteuer) ~ 126 €/Monat
  • SV-Ersparnis (ca. 20 %) ~ 60 €/Monat
  • Effektive Netto-Belastung Felix ~ 114 €/Monat (300 − 126 − 60)
  • Endvermögen nach 30 Jahren (4,5 % Pensionsfonds) ~ 245.000 €
  • Monatliche bAV-Rente (Lebenslang) ~ 870 €/Monat
  • Nach KV-Beitrag (halbiert seit 2020) ~ 790 €/Monat
  • Nach Steuer im Ruhestand (~ 20 % Grenzsteuer) ~ 632 € netto/Monat
Felix zahlt netto ~ 114 €/Monat für eine bAV-Rente von ~ 632 € netto im Ruhestand. Der Hebel: Arbeitgeber + Steuer + SV zahlen ~ 60 % seiner Sparrate. Ohne bAV verschenkt er einen 4-stelligen Betrag jährlich.

Vereinfachte Modellrechnung. Renditen sind historische Durchschnitte (Pensionsfonds 4-5 %). KV-Beiträge in Auszahlungsphase variieren je nach Krankenkasse. Steuersatz im Ruhestand individuell.

Häufige Fragen

bAV-Fragen,
die uns Angestellte immer stellen.

Die häufigsten Fragen aus unseren bAV-Beratungen.

Lohnt sich betriebliche Altersvorsorge?+
Mit Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 % fast immer ja — der Steuer- und SV-Vorteil bei der Einzahlung plus der Arbeitgeberzuschuss übersteigen in der Regel den Nachteil der Krankenkassenbeiträge in der Auszahlungsphase. Ohne Arbeitgeberzuschuss ist die Rechnung deutlich schlechter und individuell zu prüfen.
Welche bAV-Form ist die beste?+
Es gibt 5 Durchführungswege: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse, Direktzusage. Für die meisten Arbeitnehmer ist die Direktversicherung mit gutem Anbieter und passender Anlagestrategie die einfachste und beste Lösung. Pensionsfonds bieten höhere Renditechancen mit mehr Risiko.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur bAV?+
Gesetzlich verpflichtet sind Arbeitgeber zu 15 % Zuschuss auf alle bAV-Beiträge aus Entgeltumwandlung — sofern dadurch Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. Viele Arbeitgeber zahlen freiwillig mehr (20-50 % nicht selten). Manche Tarifverträge schreiben zusätzliche Zuschüsse vor.
Was passiert mit der bAV bei Jobwechsel?+
Drei Optionen: 1) Beitragsfrei stellen — bestehende Anwartschaft bleibt erhalten. 2) Bei neuem Arbeitgeber weiterführen — wenn dort dieselbe Versicherung möglich. 3) Übertragen auf neuen bAV-Anbieter (Portabilität). Welche Option sinnvoll ist, hängt vom Tarif und der Höhe der Anwartschaft ab.
Kapital oder lebenslange Rente — was ist besser?+
Hängt vom Endstand und der Lebenserwartung ab. Kapitalauszahlung gibt dir maximale Flexibilität (vererbbar, frei verfügbar), aber du musst das Geld selbst managen. Rente gibt dir Sicherheit „bis ans Lebensende", aber niedrigere Rendite bei früher Verstorbenheit. Tipp: bei der Vertragswahl auf Kapitalwahlrecht achten — du entscheidest dann mit 67 nochmal neu.
Sollte ich Riester oder bAV machen?+
Mit Arbeitgeberzuschuss: bAV fast immer besser. Ohne Arbeitgeberzuschuss: Riester kann bei Familien mit Kindern oder Geringverdienern lohnender sein. Ideal für viele: bAV nutzen + zusätzlich Riester wenn Kinderzulage hoch ist + ETF-Depot als flexible dritte Säule.
bAV-Analyse

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deinem Arbeitsvertrag.

45-60 Minuten Erstgespräch. Wir prüfen Bestandstarife auf Konditionen oder konstruieren bei Neuabschluss den optimalen bAV-Mix mit voll abgerufenem Arbeitgeberzuschuss.