Familien-Vermögensaufbau

ETF Sparplan
für Kinder:
Zeit ist der Hebel.

Wer für ein Kind ab Geburt anfängt zu sparen, hat 18 Jahre Zinseszins­zeit — und kann den Sparerpauschbetrag plus Grundfreibetrag des Kindes steueroptimiert nutzen. 50 €/Monat werden in 18 Jahren zu ~ 21.000 €. Hier zeigen wir die richtige Struktur.

1.000 
Sparerpauschbetrag pro Kind & Jahr
11.604 
Grundfreibetrag Kind 2026 — steuerfrei
Erstgespräch
Realitäts-Check

Drei Fehler,
die Eltern beim Sparen für Kinder machen.

Sparen für Kinder ist ein Lieblingsthema von Banken — und genau deswegen Quelle vieler überteuerter Produkte. Diese drei Fehler treffen wir wöchentlich.

01

„Wir nehmen eine Ausbildungs­versicherung."

Ausbildungs­versicherungen kombinieren Sparen und Versicherung — beides macht jedes für sich schlechter. Hohe Kosten, schwache Renditen, oft unflexibel. Ein einfacher ETF-Sparplan + Risiko-LV der Eltern ist fast immer die bessere Lösung.

02

„Wir sparen alles auf einem Tagesgeldkonto."

Bei 2 % Inflation und ~ 2 % Tagesgeldzins ist die Realrendite null oder negativ. Über 18 Jahre verliert Cash an Kaufkraft. Wer für ein Kind langfristig spart, sollte breit gestreut investieren — Tagesgeld nur für den Notgroschen.

03

„Junior-Depot ist riskant, weil das Geld dem Kind gehört."

Stimmt — aber mit einem realistischen Mehrwert. Mit 18 bekommt das Kind den vollen Zugriff. Wenn das nicht gewollt ist: Eltern-Depot wählen und Vermögen später schenken (Schenkungssteuer-Freibetrag 400.000 € alle 10 Jahre). Beide Wege haben Vor- und Nachteile.

Junior-Depot vs Eltern-Depot

Die Entscheidung,
die alles bestimmt.

Wo das Geld letztlich liegt — auf dem Namen des Kindes oder der Eltern — hat steuerliche und rechtliche Konsequenzen. Die 6 wichtigsten Unterschiede.

1

Steuerlich: Junior-Depot nutzt eigenen Sparerpauschbetrag (1.000 €) plus Grundfreibetrag — bis ~ 11.000 € Erträge pro Jahr steuerfrei.

2

Eigentum: Junior-Depot = Vermögen gehört dem Kind, mit 18 voll verfügbar. Eltern-Depot = Eltern entscheiden über Verwendung.

3

BAföG-Anrechnung: Hohe Vermögen auf Kinder-Depots können später BAföG-Ansprüche reduzieren. Eltern-Depot kein Problem.

4

Familien­versicherung: Hohe Erträge im Junior-Depot können dazu führen, dass Kind aus der Familien­versicherung GKV fällt — Grenzwert prüfen.

5

Schenkung: Eltern-Depot später vererben oder verschenken — Freibetrag 400.000 € pro Elternteil alle 10 Jahre.

6

Kontrolle: Junior-Depot ist „treuhänderisch" — Eltern verwalten bis 18, dürfen aber nicht für eigene Zwecke verwenden.

Konkret durchgerechnet

ETF-Sparplan für ein
neugeborenes Kind.

Echte Beispielrechnung: Eltern wollen 100 €/Monat ab Geburt für ihr Kind sparen. Welt-ETF, Junior-Depot, 18 Jahre Anlagedauer.

A
Anna, 0 Jahre
Neugeborenes Kind · Eltern sparen 100 €/Monat · Anlagedauer 18 Jahre · Junior-Depot bei Online-Broker
  • Monatliche Sparrate 100 €
  • Investment MSCI World ETF (thesaurierend)
  • Anlagedauer 18 Jahre
  • Eingezahlt insgesamt 21.600 €
  • Endvermögen bei 7 % Rendite p. a. ~ 42.000 €
  • Davon Zinseszins-Effekt ~ 20.400 €
  • Steuern auf Erträge im Junior-Depot 0 € (innerhalb Freibeträge)
  • Steuern bei späterer Verkauf (mit 18, 25 % Kapitalertragssteuer) ~ 3.500 €
  • Netto-Auszahlung mit 18 ~ 38.500 €
  • Vergleich: 100 €/Monat auf Tagesgeld (2 %) ~ 26.000 € (real)
  • Vergleich: Ausbildungs­versicherung (typisch ~ 1,5 % Rendite) ~ 25.000 €
  • Mehrwert ETF gegenüber Ausbildungs­versicherung + 13.500 €
Annas Eltern haben mit 18 ein Vermögen von ~ 38.500 € netto aufgebaut — gegenüber ~ 25.000 € bei einer Ausbildungs­versicherung. Differenz = ein gebrauchtes Auto, eine Auslandsreise oder das Anzahlen einer ersten Wohnung. Bei gleicher Sparrate.

Vereinfachte Modellrechnung. Historische Welt-Aktien-Rendite ~ 7 % p. a. (real). Zukünftige Renditen nicht garantiert. Steueroptimierung über Junior-Depot beruht auf Freibeträgen 2026 — Gesetze können sich ändern.

Häufige Fragen

Kinder-Sparen —
was uns Eltern fragen.

Die häufigsten Fragen aus unseren Beratungen mit Familien zum Thema Vermögensaufbau für Kinder.

Junior-Depot oder eigenes Eltern-Depot — was ist besser?+
Junior-Depot (auf den Namen des Kindes): nutzt den Sparerpauschbetrag des Kindes (1.000 € pro Jahr) plus Grundfreibetrag (~ 11.604 € 2026). Das Vermögen gehört dem Kind ab 18. Eltern-Depot: behaltest du die Kontrolle, aber zahlst Steuer auf Erträge. Faustregel: Junior-Depot, wenn das Kind das Geld später bekommen soll. Eltern-Depot, wenn du flexibel bleiben willst.
Wie viel monatlich für ein Kind sparen?+
Schon 50 €/Monat ergibt mit ETF-Rendite über 18 Jahre etwa 21.000 €. Mit 100 €/Monat: ~ 42.000 €. Mit 200 €/Monat: ~ 84.000 €. Wichtig ist Konstanz, nicht die Höhe. Wer mit der Geburt startet, hat 18 Jahre Zinseszinszeit — der dominante Faktor.
Welche ETFs sind für Kinder geeignet?+
Welt-ETFs wie MSCI World oder All-World — breit gestreut, niedrige Kosten, langfristig solide Renditen. Thesaurierend (Erträge werden reinvestiert) ist meist sinnvoller als ausschüttend. Einzelne Themen-ETFs (Tech, KI etc.) eher meiden — zu konzentriert für ein 18-Jahres-Investment. Faustregel: 1 Welt-ETF, breit gestreut.
Lohnt sich eine Ausbildungsversicherung?+
Meistens nein. Ausbildungsversicherungen kombinieren Sparen und Versicherung — beides oft schlechter als die getrennte Variante. Ein ETF-Sparplan plus ggf. eine Risiko-LV der Eltern ist fast immer rentabler und flexibler. Ausbildungsversicherungen haben oft hohe Kosten und schwache Renditen.
Was passiert mit dem Junior-Depot mit 18?+
Mit der Volljährigkeit bekommt das Kind den vollen Zugriff auf das Depot — auch wenn das Geld ursprünglich für Studium oder ähnliches gedacht war. Wer das vermeiden will: Eltern-Depot wählen und mit Schenkungs-Freibetrag (400.000 € pro Elternteil alle 10 Jahre) später schenken. Alternativ: rechtzeitig mit dem Kind über die Verwendung sprechen.
Kann ich Großeltern-Geld für ein Junior-Depot nutzen?+
Ja — und es macht steuerlich sogar Sinn. Großeltern haben einen eigenen Schenkungs­steuer-Freibetrag von 200.000 € pro Enkelkind (alle 10 Jahre). Großeltern können also Vermögen direkt ins Junior-Depot des Enkels schenken — steuerfrei und am Vermögen der Eltern vorbei. Für größere Geldbeträge oder bei Erbschaftsplanung sehr nützlich.
Kinder-Sparplan-Strategie

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der wirklich ankommt.

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